Aktuelles Modell·Synchronmaschinen

Permanentmagnet-Synchronmotor

Sehen Sie, warum ein Synchronrotor exakt am Drehfeld einrastet — und was passiert, wenn die Last ihn außer Tritt bringt.
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Rotorgeschwindigkeit0 rpm
Synchrone Geschwindigkeit1.500 rpm
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Betriebsversuch

Geschwindigkeits- und Strömungskurven

Beobachten Sie den Übergang des Motors vom Anlauf zum stabilen Zustand im Laufe der Zeit.

00375375051.12581.500100 S4 S8 S11 S15 SDie Messungen werden hier angezeigt, wenn Sie das Experiment starten

Was ist ein Permanentmagnet-Synchronmotor (PMSM)?

Funktionsprinzip

Ein Permanentmagnet-Synchronmotor trägt Magnete auf oder im Läufer und eine verteilte Drehstromwicklung im Stator. Der Statorstrom erzeugt ein umlaufendes Magnetfeld, an das sich die Läufermagnete koppeln und dem sie exakt folgen. Anders als beim Asynchronmotor gibt es keinen Schlupf: Die Welle läuft genau mit Synchrondrehzahl, bestimmt allein durch Frequenz und Polzahl — unabhängig von der Last, bis zu dem Punkt, an dem der Motor außer Tritt fällt.

Lastwinkel und Kippmoment

Das Moment einer Synchronmaschine entsteht aus dem Winkelversatz zwischen Statorfeld und Läufermagneten, dem Lastwinkel. Mit steigender Last fällt der Läufer etwas weiter hinter das Feld zurück, der Lastwinkel wächst und das Moment mit ihm. Das Maximum liegt bei 90 elektrischen Grad; dieser Wert ist das Kippmoment. Wird mehr verlangt, fällt der Läufer außer Tritt, das Moment bricht zusammen, und die Maschine bleibt stehen, statt sanft langsamer zu werden.

Feldschwächung oberhalb der Eckdrehzahl

Unterhalb der Nennfrequenz hält der Umrichter ein konstantes Spannungs-Frequenz-Verhältnis, sodass der Luftspaltfluss und damit das verfügbare Moment konstant bleiben. Ist die Umrichterspannung ausgereizt, muss der Fluss mit steigender Frequenz sinken. Dieser Feldschwächbereich liefert höhere Drehzahl bei geringerem Moment — genau das Konstantleistungsverhalten, das ein Traktionsantrieb braucht. Im Simulator schrumpft das Kippmoment, sobald die Frequenz über den Typenschildwert steigt.

PMSM im Vergleich zum BLDC und Anwendungen

PMSM und BLDC sind mechanisch sehr ähnlich; der Unterschied liegt in der Form der Gegen-EMK und in der Ansteuerstrategie. Der PMSM hat eine sinusförmige Gegen-EMK und wird unter feldorientierter Regelung mit sinusförmigem Strom gespeist, was sehr geringe Momentwelligkeit und leisen Lauf ergibt. Deshalb ist er die Maschine der Wahl für Elektrofahrzeug-Antriebe, Servoachsen, Robotik, hocheffiziente Klimaverdichter und Aufzüge.